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Sport & Freizeit



Surfen

Wellenreiten

Das Surfen, zu Deutsch Wellenreiten, wurde von den Polynesiern in der Südsee erfunden. Die Verbreitung und Kultivierung der heutigen Trendsportart fand jedoch auf Hawaii statt. Die Hawaiianer betrachteten das Meer und die Wellen als wichtiges spirituelles Element ihrer Kultur, was bei christlichen Missionaren auf wenig Verständnis stieß. So entstand erst in den fünfziger Jahren des letzten Jahrtausends vornehmlich durch amerikanische Urlauber und Touristen eine neue Fangemeinde der fast 4000 Jahre alten Surfgeschichte. Diese Fangemeinde übte schließlich den größten Einfluss auf den Surfboom der sechziger und siebziger Jahre aus, ein Boom, der bis ins 21. Jahrhundert anhält.

Zur Ausrüstung von zeitgenössischen Surfbegeisterten gehört neben dem Surfbrett aus Hartschaum, ein Boardbag zum Schutz des Brettes, eine Boardlesh (Leine), die den Surfer mit dem Brett verbindet, Surfwachs, das die Haftwirkung auf dem Brett verstärkt und natürlich bei schönem Wetter eine wasserfeste Sonnencreme. Doch Surfen ist beileibe kein Schönwettersport. An vielen Surfspots empfiehlt es sich aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen, auf einen Surfanzug aus Neopren zurückzugreifen. Apropos Spots: Dieser Begriff steht für den Strand oder den Ort, an dem man das Wellenreiten vornehmlich ausübt. Da sich nicht jeder Strand- oder Wasserabschnitt für das Surfen eignet, sind die bisher zahlreich entdeckten und erprobten Spots entsprechend gekennzeichnet. In Deutschland wird der Kultsportart hauptsächlich auf Sylt und Fehmarn nachgegangen. Die besten Wellen finden sich in Europa vor der Biskaya-Küste in Spanien sowie an der Atlantikküste vor Portugal. Die erste deutsche Surfschule wurde 1977 noch in Spanien an der Grenze zu Frankreich gegründet. Heute gibt es neben dem Deutschen Wellenreit-Verband (DWV) Dutzende Ausbildungsstätten und Surflehrer im In- und Ausland.