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Sport & Freizeit



Snowboarden

Snowboarden

Snowboarden war vor gut 20 Jahren ein eher unbekannter Sport. Doch mittlerweile hat sich das Gleiten auf dem "Schneebrett" international durchgesetzt und ist neben dem Skifahren wohl die beliebteste Wintersportart überhaupt.

Die Geschichte des Snowboards reicht bis ins neunzehnte Jahrhundert zurück. Die ersten Modelle entwarf der österreicher Toni Lenhardt. Erst im Jahre 1963 wurde durch zwei begeisterte Wellensurfer aus Amerika die Sportart weiterentwickelt. Wenig später wurden zudem Stahlplatten an dem damals noch aus Holz bestehenden Brett angebracht. Dies sorgte zusätzlich für eine bessere Gleitkraft. Dennoch war die Benutzung eines Snowboards eher umständlich. Im Jahre 1972 kam der Amerikaner Jake Burton schließlich auf die Idee, zusätzliche Gummierungen und Standschlaufen zur Erhöhung der Standsicherheit anzubringen. Wenige Jahre später erfolgten die ersten Produktionen der damaligen "Surfsticks". Diese Modelle besaßen schon den so genannten Swallowtail (Schwalbenschwanz), der dem Fahrer eine größere Drehfreudigkeit verspricht, und waren dem heutigen Snowboard in Form und Aufbau sehr ähnlich. Aufgrund niedriger Verkaufszahlen und der allgemeinen Missbilligung der Snowboarder durch andere Wintersportler konnte sich das Snowboarden nur sehr schlecht durchsetzen. Snowboarder mussten manche Pisten beispielsweise nachts benutzen oder die Abhänge zu Fuß hinaufsteigen. Doch mit der Austragung der nationalen Snowsurfing-Meisterschaft in Vermont, USA, stieg plötzlich das Interesse am "neu" entdeckten Sport schnell an. Die Entwicklung der so genannten Softboots, Schuhe, die speziell für Snowboarder entwickelt wurden, und die Austragung gleich dreier Weltmeisterschaften im Jahre 1988 sorgten letzten Endes auch für den Durchbruch auf europäischem Gebiet.

Heutige Snowboards sind immer noch größtenteils aus Holz gefertigt. Dennoch gibt es mehrere Verstrebungen und Einarbeitungen von Aluminium und Kohlefasern, um das Board stabiler zu machen. Die Modelle sind in der Regel zwischen 1 und 1,8 m groß und verfügen außerdem über spezielle Legierungen, die die Gleitfähigkeit verbessern. Die Materialen für diese Legierung unterscheiden sich übrigens von Hersteller zu Hersteller. Des Weiteren sind ähnlich wie bei Skiern Sicherheitsbindungen auf dem Brett montiert. Dabei gibt es unterschiedliche Bindungen, wie beispielsweise die Platten- und Softbindungen und die Step-In- und Semi-Step-In-Bindungen. Zur weiteren Ausrüstung eines jeden Snowboarders gehören natürlich Winterkleidung, Schneebrille und ein Helm, der den Fahrer vor tödlichen Verletzungen bewahren kann. Die beliebtesten Snowboardgebiete liegen in Europa natürlich in den Alpen. In Amerika zählen vor allem die Rocky Mountains zu den Hauptgebieten und in Kannada sind die Provinzen Alberta und British Columbia für ihre Pisten bekannt.