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Job & Karriere



Praktika

Praktika - Nützlich für den Einstieg oder billige Arbeitskarft?

In der heutigen Berufswelt ist es oftmals sehr schwierig, einen Ausbildungsplatz beziehungsweise eine Festeinstellung als Arbeitnehmer zu erhalten. Ohne Berufserfahrung und besondere Referenzen kann sich die Suche nach dem passenden Job als nur allzu schwer herausstellen. Eine Alternative zur direkten Ausbildung ist das so genannte Praktikum. Dies ist eine Zeit, in der der Absolvent so nah wie möglich an den jeweiligen Beruf herangeführt werden soll. Soll heißen, dass der Praktikant so viele Aufgaben wie nur möglich übernimmt und dadurch Berufserfahrungen sammeln kann. Doch der Praktikant erhält im Gegensatz zu einem normal Beschäftigten meistens keinen Lohn! Damit stehen die Vorteile für den Arbeitgeber fest: Durch die beinahe komplette Einbindung des Praktikanten in den Betrieb und durch den Entfall von weiteren Kosten ist ein Praktikant quasi eine Gratis-Arbeitskraft.

Natürlich kann dies nur bei nicht allzu vertrauenswürdigen oder verantwortungsvollen Aufgaben der Fall sein. Bewirbt sich ein Praktikant beispielsweise als Hotelmanager, wird ihm schließlich nicht gleich die komplette Hotelführung in die Hände gelegt! Praktisch bezogene Berufe, wie beispielsweise Kfz-Mechaniker, oder Berufe, in denen viel körperliche Arbeit verlangt wird, fordern den Praktikanten dagegen oftmals zum vollen Einsatz. Daher sollten solche Berufe als Praktikumsstelle eher gemieden werden.

Allgemein ist es bekannt, das gewisse Firmen und Unternehmen ihre Praktikanten regelrecht ausnutzen. Welche Unternehmen dies generell machen, ist natürlich schwer zu sagen. Doch bei einem Praktikumsangebot als Koch ist wohl kaum damit zu rechnen, dass der Praktikant wirklich kochen darf. Der Restaurantbesitzer hat schließlich seinen guten Ruf zu verteidigen und will natürlich keine Verantwortung für eventuelle "Missetaten" des Praktikanten übernehmen. Also wird der angehende Koch kurzerhand als Küchengehilfe eingesetzt. So muss der Praktikant, der sich eigentlich als Koch beworben hat, die Küche in Schuss halten, Töpfe und Pfannen putzen und etliche Handarbeiten erledigen, wie Kartoffeln schälen oder Zwiebeln hacken! Die Auswahl des Praktikums sollte daher, wenn möglich, gut überlegt sein. Die meisten Praktika werden von Schülern durchgeführt, doch auch für Langzeitarbeitslose gibt es so genannte "Wiedereingliederungsvereinbarungen", wobei es sich um die Absolvierung gewisser Praktika handelt. Trotz der negativen Aspekte: Ein Praktikum kann sich im Lebenslauf für eine spätere Bewerbung durchaus als positiv herausstellen und ist somit doch noch eine gute Alternative zur völligen Arbeitslosigkeit.