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Finanzen



GKV - PKV

Krankenversicherung


Gesetzliche oder private Krankenversicherung?

Für die meisten Arbeitnehmer stellt sich die Frage, ob nun gesetzliche oder private Krankenversicherung, erst gar nicht, denn sie sind gesetzlich pflichtversichert. Erst ab einem monatlichen Bruttoeinkommen von 4125 Euro haben sie die Möglichkeit sich stattdessen privat zu versichern. Anders sieht dies bei Studenten, Freiberuflern, Selbstständigen und Beamten aus. Sofern sie nicht familienversichert sind, können sie sich auch privat versichern.

Werden Familienmitglieder mit versichert?

Bei der GKV sind Ehepartner und Kinder bis 25 mit familienversichert, sofern sie kein eigenes Einkommen haben, das monatlich 400 Euro übersteigt. Bei der privaten Krankenversicherung hingegen müssen Familienmitglieder selbstständig krankenversichert werden, egal ob sie ein eigenes Einkommen haben oder nicht.

Leistungsunterschiede bei GKV und PKV

Die gesetzliche Krankenkasse bietet ihren Versicherten die gesetzlich vorgeschriebene Grundversorgung. Je nach Versicherer und Tarif kommen dabei noch Zusatzleistungen und Prämien hinzu. Bei der privaten Krankenversicherung gibt es große Unterschiede, je nachdem ob ein Basisschutz angeboten wird, der in etwa der gesetzlichen Grundversorgung entspricht, oder ein Topschutz, der darüber hinaus auch Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlung, Kostenübernahme von Sehhilfen und Zahnersatz, etc. beinhaltet. Gesetzlich Krankenversicherte haben jedoch durch Zusatzversicherungen die Möglichkeit, auch ihren Versicherungsschutz zu erweitern.

Welche Kosten entstehen für den Versicherten?

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung richten sich nach dem Einkommen, während die privaten Krankenversicherungen die Kosten anhand Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und Leistungsumfang berechnen. Bei der GKV können zu den monatlichen Beiträgen noch Zusatzbeiträge hinzukommen. Sowohl gesetzliche als auch private Krankenversicherer können bei Nichtinanspruchnahme von Leistungen eine Beitragserstattung anbieten. In welcher Höhe dies geschieht und ab welchem Zeitraum, wird oft extra mit dem Versicherten vereinbart.

Beschränkungen bei der Aufnahme

Bei der GKV besteht eine Aufnahmepflicht unabhängig von Alter und Gesundheitszustand, während die privaten Krankenversicherer einen Antragssteller auch ablehnen dürfen, wenn zum Beispiel Vorerkrankungen vorliegen. Doch auch hier gibt es Ausnahmen. So muss die GKV über 55-Jährige, die vorher nicht versicherungspflichtig waren, nicht aufnehmen, während die PKV im Basistarif, der der Grundversorgung der GKV entspricht, jeden Antragssteller aufnehmen muss.